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  Verhaltensregeln bei Hochwasser



 
Was ist zu tun, wenn eine Hochwassergefahr bevorsteht? Und welche Maßnahmen sind nach dem Hochwasser zu treffen?

Überprüfen Sie die Gefahrensituation in Ihrem Wohnumfeld!


Hat es in der Wohngemeinde schon einmal Hochwasser gegeben?

  • Historischen Rückblick über vorgekommene Ereignisse verschaffen.

  • Sind Flüsse, Bäche oder Teiche, auch ausgetrocknete, in der Nähe? Besteht die Gefahr, dass diese ausufern könnten?

  • Überprüfen des Grundwasserspiegels vor Errichten von Objekten.

  • Wie sieht es mit der Kanalisation aus? Kann der Kanal übergehen?

  • Drohen Bäume unterspült zu werden und umzustürzen?

  • Bauliche Maßnahmen, wie z.B. Flussregulierung, Kanalbau, Kahlschläge, Forststraßen usw. können die Hochwassergefahr verändern. Im Eigenbereich überprüfen, ob bauliche Maßnahmen für den Nachbarn eine Erhöhung der Gefahr hervorrufen können (z.B. Stützmauer, Biotop usw).


Was können Sie zur Vorbeugung tun?

  • Kann ein Gebäude in den Einwirkungsbereich eines Hochwassers kommen, sind besondere Maßnahmen notwendig.

  • Besteht die Möglichkeit, dass Wasser ins Gebäude eindringt, nur geeignete Baustoffe und Materialien verwenden.

  • Im Eigenbereich überprüfen, ob bauliche Maßnahmen für den Nachbarn eine Erhöhung der Gefahr hervorrufen können (z.B. Stützmauer, Biotop usw.).

  • Wo sich die Hauptschalter für Wasser, Strom, Heizung, Gas, Öl etc. befinden, sollte jedes Familienmitglied wissen.

  • Gibt es Tanks (Heizöl, Diesel usw.), die gegen Aufschwimmen gesichert werden müssen. Austretendes Öl kann sonst erheblichen Schaden verursachen.


Was ist zu tun, wenn eine Hochwassergefahr bevorsteht?

  • Kinder auf besondere Gefahren bei Hochwasser und Überflutungen aufmerksam machen (Aufsichtspflicht).

  • Auch für Haustiere oder Vieh auf landwirtschaftlichen Anwesen soll Vorsorge getroffen werden. (Unterbringungsmöglichkeiten erheben, Futtervorräte sichern!)

  • Werden gefährliche Stoffe (Kunstdünger, Treibstoff usw.) verwendet, die rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden müssen?

  • Gibt es Tanks (Heizöl, Diesel usw.), die gegen Aufschwimmen gesichert werden müssen? Austretendes Öl kann sonst erheblichen Schaden verursachen.

  • Nachbarschaftshilfe organisieren - Wer hilft wem? Kontakt und Informationsaustausch mit dem Nachbarn erleichtert den Nachrichtenfluss, da das Hochwasser z.B. die Telefonleitung lahm legen kann.

  • Kennzeichnung von Eigentum (z.B. Nutztiere, wenn sie rasch aus der Gefahrenzone gebracht werden müssen).

  • Selbstschutzmaßnahmen in Betrieben organisieren (in der Arbeitszeit, außerhalb der Arbeitszeit).

  • Notgepäck und Dokumente für ein eventuell notwendiges Verlassen des Hauses vorbereiten.

  • Die Möglichkeit sondieren, ein Notquartier bei Verwandten, Freunden beziehen zu können.

  • Damit die notwendigen Tätigkeiten rechtzeitig erledigt werden können, ist eine ausreichende Zeitspanne notwendig.

  • Daher Hochwasserwarnung ernst nehmen. Jedes Hochwasser verläuft anders! /li>
  • Keine Rückschlüsse aus alten Ereignissen ziehen!

  • Keinen selbst ernannten Prognostikern glauben.

  • Wetterlage verfolgen.

  • Radio- und Fernsehmeldungen beachten. Lautsprecherdurchsagen verfolgen. Laufend informieren, wie sich die Situation weiter entwickelt.

  • Um rechtzeitig die eigenen Selbstschutzmaßnahmen anzuwenden, auf beginnenden Stegbau, aktivieren von Hochwasserschutzeinrichtungen usw. achten.

  • Anweisungen der Behörden beachten und behördliche angeordnete Maßnahmen umsetzen!

  • Tanks durch Befüllen oder durch geeignete Halterungen gegen Aufschwimmen sichern.

  • Öffnungen verschließen. Technische Einrichtungen eventuell abmontieren.

  • Gegenstände, die durch den Strömungsdruck mitgerissen werden können, entfernen oder sichern.

  • Gegenstände, die nicht nass werden dürfen, aus dem Keller räumen!

  • Für ein Verlassen des Gebäudes ein Notgepäck griffbereit halten.

  • Bei ausreichender Gebäudestandsicherheit Abdichtungsmaßnahmen oder Flutung des Kellers vorbereiten und aktivieren.


Worauf müssen Sie bei einer Evakuierung achten?

  • Nutztiere aus der Gefahrenzone bringen.

  • Bei Gefährdung Fahrzeuge aus der Garage / Abstellplatz in Sicherheit bringen.

  • Haupthähne und Schalter für Gas, Wasser, Strom abdrehen! (Achtung: Tiefkühltruhe)

  • Um Personenschäden zu vermeiden, auf Eigensicherheit achten. Die Gewalt des Wassers nicht unterschätzen.

  • Was ist nach dem Hochwasser zu tun?

  • Mit den Aufräumungsarbeiten rasch beginnen. Durch Tierkadaver entsteht sonst Seuchengefahr. Auch wird der abgelagerte Schlamm hart und kann dann nur mit erheblichem Kraftaufwand entfernt werden.

  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn sichergestellt ist, dass dadurch kein zusätzlicher Gebäudeschaden entstehen kann!

  • Wenn notwendig, Hausbrunnen entkeimen und Wassergüte überprüfen lassen (Vorschriften beachten). Da das Trinkwasser verschmutzt sein könnte, ist ein Wasservorrat immer günstig.

  • Vorsicht beim öffnen von Garagen- und Hallentoren! Um Schimmelpilzbefall zu verhindern, ist ein rasches und ausreichendes Trocknen des Mauerwerks durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen.

  • Wegen möglicher Entschädigungen wenden Sie sich an Ihre Gemeinde.


Auto und Wasser

  • Fahrzeuge, die nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone gebracht werden, verursachen erhebliche Probleme bei Hilfseinsätzen, aber auch für die Umwelt.

  • Fahrzeuge aus der Garage in Sicherheit bringen (eher zu früh als zu spät).

  • Fahrzeuge, die im Freien abgestellt sind, aus der Gefahrenzone (See, Fluss, bereits überflutete Straßen) bringen.

  • Achtung Urlauber! Auch an Ihrem Ferienort kann es unvermutet zu kritischen Ereignissen kommen. Prüfen Sie die Situation, ehe Sie Ihr abgestelltes Fahrzeug für mehrere Stunden verlassen.

  • Müssen Sie eine überflutete Stelle passieren: Tasten Sie sich langsam vor (auch Schrittgeschwindigkeit kann zu schnell sein). Dringt Wasser in den Motorraum, droht ein kapitaler Schaden. Nach längeren Fahrten den Motor abstellen, damit der Katalysator abkühlt, ehe Sie durch das Wasser fahren. Die Temperatur des Kat liegt bei etwa 700 Grad, wird er plötzlich abgekühlt, kann der Keramikkopf springen.

  • Stand das Kfz bis zur Ölwanne oder gar über die Räder hinaus im Wasser, Motor nicht mehr starten!

  • In die nächste Werkstatt zur Überprüfung schleppen (Bremsflüssigkeit und Öl wechseln etc.).


Maßnahmen zum Thema: Auspumpen von Kellern

  • Der völlig verständliche Wunsch nach schnellstmöglichem Abpumpen von eingedrungenem Wasser aus dem Keller birgt erhebliche Risiken für das Gebäude. Leider ist keine generelle Entscheidung für den risikolosen Beginn dieser Arbeiten möglich, da jedes Haus individuell nach Baugrund, Bauausführung, Materialverwendung usw. zu betrachten ist. Viele Faktoren sind durch eine äußerliche Begutachtung jedoch nicht zu ermitteln.

  • Generell kann jedoch gesagt werden, dass eingedrungenes Oberflächenwasser in der Regel gefahrlos abgepumpt werden kann. Verfügen die Häuser jedoch über Wannen zum Schutz vor Grundwasser oder ist eine weitgehend grundwasserdichte Bauweise erfolgt, kann die Gefahr des Gebäudeauftriebs bei sehr hohem Grundwasserstand (unzureichender Gegendruck) nicht ausgeschlossen werden. Mögliche Schadensbilder wären das Anheben von Teilen der Bodenplatte, das Abreißen von Anschlüssen und Rissbildungen, im Extremfall Zerstörung der Grundplatte. Die sicherste Entscheidung um derartige Zerstörungen vorzubeugen ist eine Absenkung des Wasserstandes innerhalb des Gebäudes auf den bekannten Grundwasserhöchststand, dem das Gebäude bereits ausgesetzt war.

  • Die meisten betroffenen Gebäude dürften jedoch über keine bauseitig abgedichteten Keller verfügen. Hier gilt, eingedrungenes Oberflächenwasser kann abgepumpt werden. Aus Sicherheitsgründen sollten diese Arbeiten nur bis kurz unterhalb des vermuteten Grundwasserstandes erfolgen. Ist dieser erreicht, sind die Arbeiten einzustellen um zu kontrollieren, ob durch Eindringen von Grundwasser ein erneuter Wasseranstieg zu verzeichnen ist. In diesem Fall sollten keine weiteren Pumparbeiten ausgeführt werden, weil Sie sonst mit nachfolgendem Schadensbild rechnen müssen.

  • Durch das Abpumpen entstehen Strömungen von außen nach innen. Je höher der Außendruck durch das Grundwasser, umso höher die Strömungsgeschwindigkeit im Mauerwerk. Feinteilchen werden ausgewaschen. Die Strömungsgeschwindigkeit erhöht sich, der Materialtransport wird forciert. Es entstehen Hohlräume und Ausschlämmungen, es findet eine innere Erosion statt. Als Folge kann es zum Senken von Gebäudeteilen, dem Abriss von Anschlussleitungen oder Rissbildungen an Wänden und Decken, zum Teil Jahre nach den Pumparbeiten kommen.

  • Bei Gebäuden mit durchlässigen Kellerböden kann es beim Absenken des inneren Wasserspiegels gegenüber dem äußeren zu einer nach oben gerichteten Strömung durch den Kellerboden kommen. Mit Höhe des Spiegelunterschiedes nimmt die Strömungsgeschwindigkeit zu. Die Tragfähigkeit des Bodens geht verloren (Treibsandeffekt), man spricht von einem Grundbruch. Es kommt zum Absinken der Fundamente, verbunden mit einer Beeinträchtigung der Standfestigkeit des Gebäudes.

  • Eine weitere, eher sehr seltene Gefahr, könnte bei Gebäuden, die unter Materialmangel errichtet wurden, auftreten. Hier kann es unter Umständen dazu kommen, dass bei hohem Außendruck, hervorgerufen durch den hohen Grundwasserstand und fehlendem Inneren Gegendruck, Kellerwände nach dem Abpumpen diesem nicht mehr gewachsen sind. Ein Nachgeben wäre die Folge.

  • Zur Vermeidung der oben beschriebenen Schadensbilder können wir Ihnen nur empfehlen, eine Absenken des inneren Wasserspiegels nur auf eine Höhe vorzunehmen, die ein erneutes Eindringen von Grundwasser ausschließt.

Quelle:
Landespolizeikommando Steiermark: Verhaltensregeln bei Hochwasser;
Artikel Nr: 4160, vom 23.08.2005
 

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